
Audie Murphy
- Schauspiel
- 20. Juni 1925 · Kingston, Texas, USA
- 28. Mai 1971
Biografie
Audie Leon Murphy war der höchstdekorierte US-Soldat des Zweiten Weltkriegs. Im Anschluss daran betätigte er sich als Filmschauspieler und Songwriter. In den 1950er und 1960er Jahren verbuchte er Erfolge als Darsteller in Western und Abenteuerfilmen. Murphy erhielt jede militärische Auszeichnung, die sein Land für Armeeangehörige zu vergeben hatte, einige davon sogar mehrmals – insgesamt waren es 33 Auszeichnungen und Medaillen; unter anderem war er Träger der Medal of Honor. Während seiner drei Dienstjahre diente er in der 3. US-Infanteriedivision, in der er vom Private bis zum First Lieutenant aufstieg. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 versuchte Murphy im Alter von 16 Jahren, in die Streitkräfte einzutreten, wurde aber als zu jung abgelehnt. Nach seinem 17. Geburtstag im Juni 1942 fälschte er mit Hilfe seiner Schwester Corrine sein Alter auf 18 Jahre. Er versuchte zunächst, bei den US Marines und dann bei den Fallschirmjägern angenommen zu werden, wurde aber beide Male als zu klein abgewiesen. Am 30. Juni 1942 begann er schließlich bei der US Army. Sein erster Kampfeinsatz war die Landung auf Sizilien (Operation Husky) am 10. Juli 1943. Er nahm in der Folgezeit unter anderem an Kämpfen in Italien bei Salerno (Operation Avalanche), Anzio (Schlacht von Anzio, Januar 1944) und Rom, in Südfrankreich (Operation Dragoon) und im Elsass (Brückenkopf Elsass) teil. Er wurde im Juli 1943 zum Corporal, im Dezember 1943 zum Sergeant und im Oktober 1944 zum 2nd Lieutenant befördert. Am 21. September 1945 schied er mit 20 Jahren im Rang eines First Lieutenant aus dem aktiven Dienst aus. Murphy tötete während seiner Dienstzeit mehr als 240 feindliche Soldaten und verwundete eine Vielzahl weitere oder nahm sie gefangen. Nach dem Krieg litt Murphy unter posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Seine erste Frau, die Schauspielerin Wanda Hendrix behauptete, dass er mit einem 45er Colt unter dem Kopfkissen schlief. Bei seinen Anfällen habe er sie auch mit dieser Waffe bedroht. Murphy setzte sich für die Belange amerikanischer Militärveteranen ein. Er engagierte sich für die Heimkehrer aus dem Koreakrieg und später aus dem Vietnamkrieg. Indem er auf seine eigene PTBS aufmerksam machte, brach er das Tabu, öffentlich über den Zusammenhang von Militäreinsätzen und daraus resultierenden möglichen psychischen Schäden, welche auch unter dem Begriff „Shell Shock“ oder „Kriegszittern“ bekannt sind, zu sprechen. Nach Ausbruch des Koreakriegs 1950 meldete er sich zur Texas National Guard. Er verließ die Nationalgarde 1966 im Rang eines Majors. Murphy heiratete 1949 die Schauspielerin Wanda Hendrix; die Ehe wurde 1951 geschieden. In zweiter Ehe war er mit der ehemaligen Stewardess und Militärkrankenschwester Pamela Archer verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte. Audie Murphy wirkte in den 25 Jahren, die er in Hollywood verbrachte, in insgesamt 44 Filmen, darunter 33 Western, mit. Als seine besten Rollen gelten die in Die rote Tapferkeitsmedaille (1951) als Soldat im Amerikanischen Bürgerkrieg, der seine Angst besiegt, und die als Rancher in dem Indianerwestern Denen man nicht vergibt (1960). Für seinen Beitrag zur Filmindustrie bekam er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der 1601 Vine Street. Murphys deutsche Synchronstimme war häufig Eckart Dux. (Quelle: Wikipedia)
Bekannt aus
Filmografie
- Audie Murphy, de Colmar à Hollywood · Selbst
- A Time for Dying · Jesse James, Produktion
- Gewehre zum Apachen-Paß · Capt. Bruce Coburn
- Einer spielt falsch · Mike Merrick
- Der Mann aus Texas · Jess Carlin
- Der Colt ist das Gesetz · Chad Lucas
- Goldtransport durch Arizona · Clint Stewart
- Aufstand in Arizona · Capt. Jeff Stanton
- Die letzte Kugel trifft · Logan Keliher
- In Montana ist die Hölle los · Clint Cooper
- Im Sattel ritt der Tod · Bob 'Gif' Gifford aka Judd Tanner
- Der eiserne Kragen · Chris Foster
- Sechs schwarze Pferde · Ben Lane
- Marschbefehl zur Hölle · Narrator - Introduction
- Schlacht an der Blutküste · Craig Benson
- Whispering Smith · Tom 'Whispering' Smith
- Die gnadenlosen Vier · Banner Cole
- Sieben Wege ins Verderben · Seven Jones
- Denen man nicht vergibt · Cash Zachary
- Die Unerbittlichen · Clay Santell
- Startime · Howard Wilton
- Kampf ohne Gnade · Matt Brown
- Morgen bist du dran · Yancey
- Auf der Kugel stand kein Name · John Gant
- Der weiße Teufel von Arkansas · Joe Maybe
- Strich durch die Rechnung · Sam Martin
- Vier Pfeifen Opium · The American
- Suspicion · Steve Gordon
- Die Uhr ist abgelaufen · The Utica Kid
- Die Rose von Tokio · Pvt. Joe Woodley
- Das Fort der mutigen Frauen · Lt. Frank Hewitt
- Ritt in den Tod · John Philip Clum
- World in My Corner · Tommy Shea
- Zur Hölle und zurück · Audie Murphy
- Hollywood Preview · Selbst
- Allen in Movieland · Selbst
- Destry räumt auf · Tom Destry
- Adlerschwinge · Gary Brannon
- Ritt mit dem Teufel · Clay O'Mara
- Drei waren Verräter · Jim Harvey
- Kolonne Süd · Jed Sayre
- Mündungsfeuer · Reb Kittredge
- General Electric Theater · Tennessee
- Schüsse in New Mexico · Luke Cromwell - The Silver Kid
- Flucht vor dem Tode · Bill Doolin / The Cimarron Kid
- Die rote Tapferkeitsmedaille · The Youth
- Reiter ohne Gnade · Jesse James
- The Colgate Comedy Hour · Selbst
- Sierra · Ring Hassard
- Verfemt · Billy the Kid
- What's My Line? · Selbst
- Bad Boy · Danny Lester
- Beyond Glory · Cadet Thomas
- Texas, Brooklyn & Heaven · Copy Boy











